Naturgewalten kann man nichts entgegensetzen. Sie haben ihren eigenen Kopf. Verwüstungen sind garantiert - und Teile der Welt können machtlos werden. Klein und zerbrechlich erscheinen sie. Wenn sich ein böser Hurricane zusammenbraut, kann nur das Weite gesucht werden und das so schnell wie möglich. Man kann von Glück sprechen, zumindest in einem Punkt, nämlich dem der Vorhersagemöglichkeiten. Aber was bringt das schon, wenn Tod, Verwirrung, Panik, gar der absolute Notstand, prognostiziert werden?
Stellt sich die Frage, ob man dies vorher überhaupt wissen möchte - zum mentalen "Darauf-Einstellen" vermutlich. Natürlich können so auch vorzeitig Evakuierungen angeordnet werden, um Menschenleben zu retten. Ein deutlicher Pluspunkt. Das andere Ausmaß möchte man sich gar nicht vorstellen.
Stellt sich die Frage, ob man dies vorher überhaupt wissen möchte - zum mentalen "Darauf-Einstellen" vermutlich. Natürlich können so auch vorzeitig Evakuierungen angeordnet werden, um Menschenleben zu retten. Ein deutlicher Pluspunkt. Das andere Ausmaß möchte man sich gar nicht vorstellen.
| Die Wall Street bereitet sich auf Überschwemmungen vor. |
In den USA sind Tornados oder gar Hurricanes keine Seltenheit, schon gar nicht in Richtung Osten. Oftmals läuft alles glimpflich ab, doch dann trifft es die Staaten - im wahrsten Sinne des Wortes - hart und erbarmungslos. Sandy - welch netter Name. Doch offensichtlich nicht so nett, wie geglaubt. Schreibt man diesen nämlich einem Hurricane zu, so kann dahinter nichts Gutes stecken.
| Times Square steht still: zum Erliegen kommt das öffentliche Leben |
New York City hat es bereits schwer getroffen. Menschenleben wurden eingefordert. Verzweifelung macht sich breit, wohl insbesondere aufgrund der Hilflosigkeit. Warten, sich "verschanzen" und ein Stoßgebet gen Himmel, welcher seine aufbrausende und zerstörerische Seite zur Schau stellt, schicken. Eine solch fortschrittliche Stadt, eine Weltmetropole, doch die Natur wütet in unberechenbarer Art und Weise. Hinge nicht so viel Leid mit einem Hurricane dieses Ausmaßes zusammen, so könnte glatt die Faszination von solch einer "Naturstärke" im Mittelpunkt stehen. Doch daran ist logischerweise nicht zu denken. Man kann nur zuschauen - wehmütig - und bangen, mit den Betroffenen.
Noch-Präsident Obama kann sich als Krisenmanager zeigen - doch wer denkt zur Zeit ernsthaft an Politik? Retrospektiv betrachtet kann das Handeln Obamas eventuell positiv bewertet werden, momentan jedoch denkt jeder an sich und seine Familie. 24 bis 36 Stunden kann das Unwetter andauern. Man hofft, dass es nicht noch schlimmer wird. Aber was bedeutet schon "schlimmer"? Es starben bereits Menschen - schlimmer kann es so gesehen gar nicht mehr werden.
Die Feuerwehr ist seit Stunden im Dauereinsatz und auch Soldaten stehen in Alarmbereitschaft. Häuserfassaden stürzen ein, Menschen werden von herabfallenden Gegenständen getroffen - und getötet. Ein grausames Bild bietet sich zu dieser Stunde, ein Pre-Halloween-"Ereignis", woran niemand einen Gedanken verschwendet hat. Beinah die Ironie des Schicksals. Der "Naturzustand" ist in New York eingetreten, in Cuba, bspw., ist das Ergebnis des Hurricanes schon sichtbar.
| Hurricane "Sandy" hinterlässt Cuba in Trümmern. |