Samstag, 19. Januar 2013

Geiseldrama mit bitterem Ende.

Vorhin bekam ich die SPIEGEL ONLINE Eilmeldung: das Geiseldrama in Algerien, begonnen am Mittwoch, hat keine gute Wende genommen, die sieben Geiseln wurden von ihren Entführern hingerichtet und das, bevor das Raffineriegelände von der algerischen Armee gestürmt wurde. So die offizielle Version. Aber welche kleinen - aber eventuell wichtigen - Details der Öffentlichkeit vorenthalten werden, das kann man nie zu einhundert Prozent wissen. Leider.  


Laut Angaben sind insgesamt fünfundfünfzig Menschen tot, davon mindestens dreiundzwanzig Geiseln. Bereits am Donnerstag wurde ein Befreiungsversuch unternommen, doch dieser scheiterte und hatte, laut Regierungsangaben, den Tod von zwölf algerischen und ausländischen Gefangenen zur Folge. Dennoch konnten rund siebenhundertzweiundneunzig Geiseln befreit werden.

Aber um fehlende Einzelheiten oder gar die falsche Darstellung der Wirklichkeit - laut Vertretern des Konstruktivismus sowieso nur sozial konstruiert - soll es nicht gehen. Dass unschuldige Menschen kaltblütig ermordert wurden, das ist Fakt, eine Tatsache, welche sich nicht ändern lassen wird. Leider, so möchte man doch seufzend zum Ausdruck bringen. Es kommt bei mir nämlich nur eine Frage auf - mal wieder: in was für einer Welt leben wir? Und wenn ich mich lange genug an dieser Frage "aufgehängt" habe, dann folgt sofort eine zweite: was um Himmels Willen geht in den Köpfen solcher Menschen, welche zu solch grausamen Taten imstande sind, vor? Antworten darauf wird es wohl nie wirklich geben. Und selbst wenn sie zufriedenstellend wären, so bliebe die Betrübtheit, der Kloß im Hals.


 https://www.youtube.com/watch?v=hb43qZ1B1X0

"Wir verhandeln nicht mit Terroristen" - und wie viel zählt ein Menschenleben? Eine Zwickmühlensituation

Wer ist schlussendlich verantwortlich für den Tod solch vieler Menschen? Zwei Meinungsfronten treffen aufeinander. Ein Stein kommt ins Rollen. Waren es die Soldaten, welche durch ihr Vorgehen die Terroristen zum blutigen Handeln gedrängt haben? Oder trifft die Armee, sowie die algerische Regierung, keinerlei Schuld? Diese Fragen birgen "Auseinandersetzungspotential."

Und was bleibt, das ist der Schmerz und die Wut der Angehörigen, welche uns unvorstellbare Dimensionen annehmen müssen. 



 

  

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