Samstag, 23. März 2013

Der status quo bleibt.

Ein paar Wochen sind vergangen und nach langem Ackern ist nun endlich die heiß ersehnte letzte Etappe erreicht und das heißt: Bachelorarbeit. "Uaagh!", mögen sich nun sicherlich manche Personen denken, aber die Antwort ist simpel und eigentlich klar. Denn reißt man sich ein Thema unter den Nagel, mit welchem man sich auch in seiner Freizeit auseinandersetzen würde, bzw. wofür man sich interessiert, dann läuft alles mehr oder minder von allein. Yes, it is that simple.


Nun also das offizielle Thema: "The Arab Spring: The Siginficance of Social Media in the Egyptian and Syrian Revolution since 2011" - unfassbar spannend, wie ich finde. Aber dass ich mich für social media und Geschehnisse in der Welt begeistere, das sollte in dem ein oder anderen Beitrag bereits deutlich geworden sein.

Nun gilt es also, die vorhandene Literatur zu dieser Thematik zu durchforsten, sowie selbst Quellen zu analysieren und im Idealfall mit Menschen, welche in irgendeiner Form in die Aufstände in Ägypten und/oder Syrien verwickelt oder in sonstiger Weise davon betroffen sind/waren oder auch nur irgendeine qualifizierte Meinung zu der Bedeutung der neuen Kommunikationsmedien (twitter, facebook, youtube...) abgeben können, in Kontakt zu treten. Die Vorarbeit dazu wurde bereits geleistet, dennoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal darum bitten, mich via Email, twitter etc, zu kontaktieren, wenn jemand Personen kennt, bzw. mir Hinweise geben kann, die mir in Hinblick auf mein Thema weiterhelfen können. 

Also gut, soviel zu meiner überschwänglichen Freude, mich nun endlich voll und ganz in die Thematik stürzen zu können. 

Aber wie sieht es momentan überhaupt aus auf den beiden "battlegrounds"? Die deutschen Medien haben ihren Berichthype bezüglich Ägypten und Syrien deutlich zurückgeschraubt. Warum? Wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass selbst Aufstände und Bürgerkrieg irgendwann auf der Interessenskala nicht mehr ganz oben stehen. Dass es in den beiden genannten Ländern immer wieder zu Unruhen - mehr oder weniger heftig - kommt, das überrascht traurigerweise kaum jemanden mehr. Aber besonders das Drama um Syrien hält seit geschlagenen zwei Jahren an. Zwei Jahre erbitterter Kampf der Aufständischen gegen das Assad-Regime - der Kampf um Freiheit, der Kampf um Demokratie.

http://mideast.foreignpolicy.com/files/syria_war.jpg
An Resignation wird nicht gedacht - und die traurigen Nebeneffekte des Freiheitskampfes ausgeblendet.

Was passiert ist? Soweit nicht viel. Und selbst wenn, die eingesetzten Mittel wären nicht nennenswert, denn keines hat bis dato zu einer Wende in dem syrischen Bürgerkrieg geführt. Unschuldige - und auch Schuldige - mussten in den vergangenen zwei Jahren ihr Leben lassen. Sterben für die Sache. Aber der Sinn will sich mir dennoch nicht ganz erschließen. Sinn ist wohl in dieser Hinsicht auch kein angebrachtes Wort. Aber was kann ich schon sagen? Über die Gefühlslage der Menschen im Land kann ich lediglich spekulieren, über das, was vor sich geht, denn niemand, der nicht ansatzweise involviert ist, kann wirklich verstehen oder gar nachvollziehe, was die Zivilbevölkerung in Syrien beinah tagtäglich erleben muss. Wir für unseren Teil befinden uns in einem friedlichen Land, ohne vergleichbare, blutige Aufstände/Kämpfe. Aber es ist traurig zu sehen, dass Syrien - auch noch eines der kleinsten Länder im arabischen Raum - Schauplatz der brutalsten Revolution im Zuge des Arabischen Frühlings ist. Dem Land wird ein Titel zugeschrieben, der nur mit einem Gefühl der Beklemmung, anstatt mit einem Anflug von Stolz getragen werden kann.

Sollen syrische Rebellen weiterhin mit Waffenlieferungen unterstützt werden? - ein überzeugendes Für und Wider?

http://latitudenews.wpengine.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2012/08/syria.jpg
Auf Schutt und Asche - Spielplatz vieler Kinder.

Obwohl es im Vergleich zu Syrien in Ägypten etwas "ruhiger" zugeht, gibt es auch dort ordentlich Krawall. Die Menschen dachten, sie seien am Ziel angekommen, nämlich der persönlichen Freiheit und einer ordentlichen Demokratie. Aber nun? Präsident Mursi steht scharf in der Kritik, denn alle gemachten Versprechen und Hoffnungen sind verpufft - Ägypten steht wieder einmal am Scheideweg. Es geht, überspitzt dargestellt, dort weiter, wo es mit Mubarak angefangen hat. Die Ägypter_innen fühlen sich noch immer in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt. Ruhe wird dieses Land auch in naher Zukunft wohl kaum finden - ein Graus. Doch die Menschen sind eingenommen von dem Gedanken, ihre verdiente Freiheit zu bekommen. Aufgeben? Keine Option. Doch der Nebengeschmack ist oftmals bitter...

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Eine Ägypterin macht ihre Meinung publik.




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