Freitag, 23. August 2013

Wann ist denn eigentlich Wahl?

Heute in einem Monat wurde bereits für weitere vier Jahre die Zukunft unseres Landes bestimmt. Obwohl sich das irgendwie immer so dramatisch anhört. Am 22. September wird gewählt und...Moment - am 22. September? Korrekt. Es scheint sich so durch die Gesellschaft zu ziehen, die Unkenntnis über das genaue Datum, an welchem die Wahl stattfindet. Und in diesem Zuge mag dann auch gleich die Frage der Wahlbeteiligung an die Oberfläche zischen. Wie viel Prozent unserer Bevölkerung wird an diesem doch recht wichtigen Tag, so möchte ich meinen, besonders für die Demokratie, vom persönlichen Wahlrecht Gebrauch machen? Angst und Bange wird einem vor dem Ergebnis. Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit wurden dann die Befürchtungen untermauert. Im Radio hieß es, jeder zweite deutsche Jugendliche gehe nicht wählen. Wo soll das bloß hinführen? - das mit der Demokratie. Aber wer bekommt bis auf das übliche Bombardement von Plakaten mit mal mehr, mal weniger, überdimensional großen Köpfen eigentlich wirklich was vom Wahlkampf mit? Plätscher, Plätscher - wie ein kleiner, unbedeutender Fluss, so "plätschert" der Wahlkampf dahin. NSU-Affäre, Griechenland, Euro, jetzt auch noch Ägypten! Gibt es was Neues? Was passiert denn "vor der Haustür" so, beziehungsweise was kann sich dort so verändern? Gott sei Dank, es bleibt alles beim Alten; das Paradox zwichen Anspruch auf einen Kita-Platz und der eigentliche Mangel an Betreuungsplätzen, die Debatte um den Mindestlohn...die Reihe ist endlos.

Peer und Angie kämpfen (v)erbittert, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Der bürgernahe Peer, der nun seine Stasi-Akte online gestellt hat, steht auf der einen Seite. Angie - die Mutter der Nation - präsentiert sich überzeugt, auch wenn ihr angehängt wird, sie wiederhole den Wahlkampf von 2009. Hat man die Berichterstattungen in letzter Zeit einigermaßen aufmerksam verfolgt, so könnte man glauben, keiner der beiden Kandidaten eigne sich für das Amt des Kanzlers, bzw. der Kanzlerin. Angie zu verstaubt, Peer solls am besten gar nicht erst probieren. Zwangsläufig wird einer der beiden das Amt übernehmen oder auch in Angies Fall weiterführen, aber ob die Mehrheit der Deutschen mit der Entscheidung zufrieden sein wird, bleibt fraglich. Aber, hier die beiden Stichwörter: Entscheidung und Mehrheit. Wieso? Es liegt auf der Hand. Zu Hause zitzen und über die Situation des Landes - somit auch die Politiker_innen - grummeln, das bringt niemanden voran, Deutschland schon gar nicht. Die Summe machts und so sollte spätestens jetzt jedem bewusst sein, dass zur Tat geschritten werden muss. Aber die Euphorie mag, so schnell sie erschienen ist, auch wieder verpuffen. Vier Wochen können eine lange Zeit sein. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Menschen die Verantwortung immer anderen zuschieben, dabei liegt sie genau hier, bei jedem Einzelnen. Und plötzlich ist die Wahl vorbei. Ach so? Dann eben beim nächsten Mal. Die Politikverdrossenheit hat ihren Höhepunkt erreicht - hoffentlich.

Vielleicht sollte ein letzter verzweifelter Versuch unternommen werden, doch noch Wähler in die Wahllokale zu bekommen, indem von nun an jeden Tag in Dauerschleife, egal welches Medium genutzt wird, den Menschen unüberseh- und unüberhörbar das Datum um Augen und Ohren geschleudert wird. Die Hoffnung besteht, dass vereinzelt noch jemand seine Kreuzchen setzt und die Wahl nicht verschläft.

Save the date.

Montag, 12. August 2013

Schweiz: Geschürte Vorurteile

Das Land, was sich Stabilität in jeglicher Hinsicht erfreut und lediglich in Hinblick auf den Hinterzug von Steuern - was reiche Personen anderer Staaten betrifft - in den Nachrichten erscheint, ist seit wenigen Tagen heftig in der Kritik. Ist rassistisches Gedankengut wirklich so weit verbreiten in der Schweiz - dem Sitz der Reichen und Schönen? Dem Inbegriff von Neutralität? 

Dienstag, 6. August 2013

Grün auf den Teller

Der Name ist Programm. Die Grünen wollen einen Veggie-Day in deutschen Kantinen einführen. Gerade jetzt zur Wahlkampfzeit muss man sich abgrenzen, aber ob das bei allen so gut ankommt? Viele freuts, doch andere wiederum betrachten das Vorhaben als eher weniger glücklich. Die Freiheit des "Wählens" würde an einem Vegetarier-Tag genommen, was ist, wenn die grüne Kost nicht schmeckt, sondern lieber etwas Saftiges gewünscht wird? Kurzum: An solch einem Tag gäbe es in der Kantine eben ausschließlich das "Futter" der Tiere, welche sonst in krosser Form auf dem Teller landen würden. 

Sonntag, 4. August 2013

Spottbillig - und der Herstellungsprozess ist unwichtig

Vorweg: Dieser Eintrag mag vom Inhalt her etwas anderer Art sein, da er sich nicht direkt (wie die meisten anderen Kommentare) auf einen aktuellen Vorfall bezieht, dennoch ist das Thema meines Erachtens nach eines, welches noch intensiver in den Fokus rücken sollte.