Das Land, was sich Stabilität in jeglicher Hinsicht erfreut und lediglich in Hinblick auf den Hinterzug von Steuern - was reiche Personen anderer Staaten betrifft - in den Nachrichten erscheint, ist seit wenigen Tagen heftig in der Kritik. Ist rassistisches Gedankengut wirklich so weit verbreiten in der Schweiz - dem Sitz der Reichen und Schönen? Dem Inbegriff von Neutralität?
Oprah Winfrey, die über US-amerikanische Landesgrenzen hinaus bekannte und vermögensschwere Talk-Show Moderatorin musste in der kleinen Schweiz, in einer Nobelboutique, eine Erfahrung machen, die sie wohl so schnell nicht vergessen wird. Sie bat eine Verkäuferin lediglich darum, ihr eine Tasche, für welche sie sich interessierte, von einer Halterung zu nehmen und ihr zu zeige. Doch die Frau weigerte sich mit den Worten, diese Tasche könne sich Oprah sowieso nicht leisten. Ups. Da war ihr wohl nicht bewusst, wer da vor ihr stand und dass das Konto von Mrs Winfrey wohl zweifelslos besser bestückt ist, als das ihre. Nicht nur peinlich dieser Vorfall sondern auch dermaßen unangebracht. Selbst wenn die Verkäuferin jemanden bedient, der/ die sich ein Kleidungsstück oder Accessoire nicht leisten kann, so ist es nur aus der Höflichkeit heraus, ihm/ ihr die Ware zu zeigen. Im Fall von Oprah Winfrey hat es sich die Verkäuferin wohl einfach machen wollen: Vorurteile haben wohl zu dem besagten Verhalten geführt.
Und nun kocht wieder das Thema Rassissmus hoch. Nur weil Mrs Winfrey - oder verallgemeinert: jemand - nicht weiß ist, kann sie/ man sich die Tasche nicht leisten? Autsch, wer wirklich so denkt, der sollte seine Weltansicht einmal gründlich erneuern. Aber vielleicht hatte die Dame in der Boutique auch einfach nur einen schlechten Tag? Man glaubt es kaum.
Die Schweiz steht nun im Fokus der Presse und diese reißt sich um ein Interview mit der bekannten Talk-Show Moderatorin - die natürlich noch mehr Aufmerksamkeit als sonst bekommt.
Ist ausländerfeinliches Gedankengut - einmal abgesehen von der Hautfarbe - wirklich so verankert in der Schweizer Gesellschaft? Zumindest wird die Stabilität des Landes - wenig Kriminalität, wirtschaftlich stabil etc. - an den strengen Einwanderungsvorschriften festgemacht. Fängt hier das feindliche Denken an? Doch stutzig wird man, denn der Grad der Diversität in der Schweiz ist nicht sonderlich gering.
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