Mittwoch, 3. Juli 2013

Facebook - das Zünglein an der Waage?

Die Bundestagswahl steht schon fast vor der Haustür und wie jedes Mal ist natürlich die Frage des Wahlkampfes eine entscheidende. Dass soziale Medien unsere Kommunikationsstruktur verändern oder dies bereits getan haben (sie quasi digitalisiert haben), das ist sicherlich jedem bewusst, aber welchen Stellenwert werden sie in Zukunft bei politischen Wahlen einnehmen? 


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Facebook und Co. werden höchstwahrscheinlich nicht das wichtigste Mittelchen sein, dennoch kann "social media" eine entscheidene Rolle zugewiesen werden: die Mobilisierung der internetaffinen, jüngeren Generationen. Die Personen, welche sich bis dato nur wenig für Politik interessiert haben und entweder eher - ich möchte es mal so nennen - belanglos ihre Kreuzchen gesetzt haben, beziehungsweise auch gar nicht den Gang zur Wahlurne angetreten haben, genau diese Personen können durch das soziale Netzwerk eher erreicht werden. Einfach ist es, sich Informationen über eine Kandidaten oder auch eine Kandidaten zu beschaffen und mit Sicherheit spielt auch der Faktor "bürgernäher" eine nicht unerhebliche Rolle.

Laut eines Artikels aus dem Handelsblatt hat unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel 260.000 Anhänger auf der Plattform facebook - die Dame weiß offensichtlich, dass, um Erfolg zu haben, soziale Medien einfach nicht mehr außer Acht gelassen werden können und ein Drumherumkommen zwecklos ist (es sei denn, ein Wahlsieg erscheint weniger wichtig, aber diese absurde Überlegung sollte wohl nicht weiter zur Debatte stehen, denn genau darum geht es ja schließlich). Online ist eben im Kommen, wenn nicht schon total Trend.

Alle Macht der sozialen Medien? 

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Nein - das ist meine Meinung. Sie sind wichtig, eben aufgrund der zuvor genannten Aspekte, aber bürgernäher bedeutet eben nicht bürgernah und so gibt es eben immer noch die älteren Generationen, die Omas und Opas in der Gesellschaft, welche den Draht zum Internet entweder noch nicht gefunden haben oder diesen auch gar nicht mehr spannen werden/ wollen. Genau hier muss mit old school Mitteln wie Plakatieren, Broschüren verteilen, Stände errichten, auf der Straße Präsenz zeigen und das persönliche Gespräch mit den Personen suchen etc., gearbeitet werden. Die Sympathiepunkte sind hier natürlich besonders wichtig. Und was die jüngere Generation betrifft, grob gesagt jene, welche die Altersklasse der 17/ 18 bis 29/ 30 Jahre alten Frauen und Männer umfasst, genau diese Generation ist es doch, welche auch so wichtig ist. Denn Fakt ist: gewonnen werden kann eine Wahl eben nur, wenn sich - vorzugsweise natürlich alle - auch Personen dieser Altersklasse auf den Weg in die Wahllokale machen. Die Gesamtheit aller Stimmen ist schließlich von Bedeutung und so muss bei der Wahlkampfführung darauf geachtet werden, jedwede (wahlberechtigte) Altersklassen mit den jeweils effektivsten und somit mobilisierenden Mitteln - ich nenne es mal so - zu ködern.

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Und so könnten soziale Medien in Zukunft - neben traditionellen Wahlkampfmethoden - das Zünglein an der Waage darstellen. Der virtuelle Raum ist eben eine zusätzliche "Sphäre", um Ideen, Vorstellungen, Konzepte etc. publik zu machen und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten.

Abschließend bleibt zu sagen, dass

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sowie Kommunikation und Politik ein großes Thema ist, über welches sich lange Aufsätze schreiben lässt. Besonders eben auch darüber, inwiefern sich der Kommunikationsprozess verändert, inwieweit soziale Medien zu mehr Transparenz beitragen und was das nun alles schlussendlich für die Politikmacher zu bedeuten hat. Und, und, und... Deshalb soll dieser kurze Beitrag lediglich ein kleiner Denkanstoß für Weiteres sein.

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