Nach der neuesten Schießerei im amerikanischen Bundesstaat Colorado kommt sie wieder auf, die Frage, wieso um alles in der Welt so gut wie jede Person in den USA eine oder gar mehrere Waffen besitzen darf. Aber im Grund genommen ist die Antwort auf diese Frage einfach: das Gesetz erlaubt es. Jeder sollte das Recht haben, sich verteidigen zu dürfen - mit allen Mitteln. Die Gründe sind historischer Natur und ohne die Waffe unter dem Kopfkissen fällt es einem Amerikaner wohl schwer, sich wirklich als solcher zu fühlen.
Für Europäer schwer nachvollziehbar. Was in den Staaten liberal ist, wird in Deutschland verboten. Doch die Statistiken zeigen: bei Lockerung des Waffengesetzes sinkt urplötzlich auch die Mordrate. Schüchtert man sich also gegenseitig ein? Eigentlich sollte man sich doch sicherer fühlen. Die Waffenindustrie reagiert auf die "Morde im Kino" eher nüchtern: hätte jede Person in dem Kinosaal eine Waffe bei sich getragen, dann wäre die Zahl der Opfer wesentlich geringer gewesen. Ein schockierendes Statement, aber ein Fünkchen Wahrheit ist - so unmoralisch es klingen mag - vielleicht doch dran. Der Täter hätte umgehend mit seinem Leben bezahlen müssen, vorausgesetzt, andere Personen hätten schnell genug ihre Waffe gezückt, um Schlimmeres zu verhindern. Aber was heißt schon "Schlimmeres"? Allein der Tod einer Person wäre schon schlimm genug gewesen. Nein, allein die Tatsache, dass jemand auf Menschen zielt, mit der Absicht sie zu töten.
Aber mal von einer anderen Seite betrachtet: obwohl in Deutschland strenge Regeln gelten, passieren immer wieder Amokläufe in Schulen - um nur ein Beispiel zu nennen. Einen Waffenschein kann man auch machen, dann ist es völlig legal, ein bestimmtes Kaliber zu Hause im Schrank verstaut zu haben. Eine solche Bluttat, wie sie im Bundesstaat Colorado geschehen ist, hätte ebenso in Deutschland vollzogen werden können. Wer sich eine Waffe beschaffen will, der schafft dies auch und da es in Kinos üblicherweise keine Taschenkontrolle gibt, ist es ein Leichtes, Dinge mit hereinzuschmuggeln, welche wohl zu diesem Zeitpunkt besser in einer verschlossenen Truhe aufbewahrt werden sollten.Für Europäer schwer nachvollziehbar. Was in den Staaten liberal ist, wird in Deutschland verboten. Doch die Statistiken zeigen: bei Lockerung des Waffengesetzes sinkt urplötzlich auch die Mordrate. Schüchtert man sich also gegenseitig ein? Eigentlich sollte man sich doch sicherer fühlen. Die Waffenindustrie reagiert auf die "Morde im Kino" eher nüchtern: hätte jede Person in dem Kinosaal eine Waffe bei sich getragen, dann wäre die Zahl der Opfer wesentlich geringer gewesen. Ein schockierendes Statement, aber ein Fünkchen Wahrheit ist - so unmoralisch es klingen mag - vielleicht doch dran. Der Täter hätte umgehend mit seinem Leben bezahlen müssen, vorausgesetzt, andere Personen hätten schnell genug ihre Waffe gezückt, um Schlimmeres zu verhindern. Aber was heißt schon "Schlimmeres"? Allein der Tod einer Person wäre schon schlimm genug gewesen. Nein, allein die Tatsache, dass jemand auf Menschen zielt, mit der Absicht sie zu töten.
Von der Waffe darf selbst in Amerika natürlich nur im äußersten Notfall Gebrauch gemacht werden, nämlich dann, wenn es Notwehr, zum Schutz des eigenen Lebens, ist. Aber hier beginnt die Schwierigkeit: wo fängt Notwehr an und wo hört sie auf? Das kann nur die Justiz in jedem Einzelfall entscheiden. Aber wird die Geschichte richtig verpackt, dann kann doch immer aus Selbstschutz gehandelt werden.
Mit Sicherheit können viele Straßenschießereien - teils willkürlich - auf das liberale Waffengesetz zurückgeführt werden. Wer eine Waffe hat, macht unter Umständen auch Gebrauch davon und das in Situationen, in welchen man sich ansonsten andersweitig hätte helfen müssen oder gar hätte helfen können. Vorausgesetzt man ist dazu noch fähig (gewesen). Wie komisch das Gefühl sein muss, wenn man sich frei auf amerikanischen Straßen bewegt, Leute anschaut und sich fragt, welche Person denn wohl gerade einen Revolver bei sich trägt. Etwas beklemmend.
Mit dem Verteidigungswerkzeug auf dem Nachttisch schläft es sich doch auch viel besser. Wer will schon unliebsame Nachbarn auf seinem Grundstück rumlaufen haben? Aber man muss doch auch erst einmal die Courage haben, auf einen Menschen zu zielen. Oder wächst die Bereitschaft Abzudrücken automatisch mit dem Beschaffen einer Waffe?
Immer mehr Amerikaner sprechen sich für ein schärferes Waffengesetz aus. Die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger ist geringer, als die der potenziellen Mordinstrumente. Das sollte Grund zum Nachdenken sein.
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