Dienstag, 28. August 2012

Neue Hoffnung, alte Ängste

Ein kurzes, schnelles Ein- und Ausatmen - die neue Regierung des Krisel-Staates Griechenland steht - und weiter im Takt. Weiter, weiter, es gibt nichts zu Verlieren - nein, das gibt es buchstäblich wirklich nicht. Aber es soll ja auch was gewonnen werden, nämlich mehr Geld, um es plump auszudrücken. Geld heilt alle Probleme?


 In dem Fall schon. Wie sich alle freuen würden, wenn der Mittelmeerstaat nur wieder komplett auf eigenen Beinen stehen könnte und nicht auf die Unterstützung der anderen Staaten angewiesen wäre - wie schön. Es lohnt sich wohl aber nicht darüber nachzudenken, was wäre, wenn. Der Weg ist das Ziel und diesen steinigen Pfad gilt es weiterhin zu bewältigen. Immerhin haben die Griechen nun eine stabile Regierung - Gott sei Dank, möchte man sagen, nachdem der erste Anlauf nicht glückte. Die Nea Dimokratia, PASOK und Dimar arbeiten nun zukünftig zusammen. Die Regierungsbildung in Rekordzeit ist gelungen, was (erst einmal) das Ende der chaotischen politischen Verhältnisse im Land bedeutet. Die erste wichtige Hürde wurde also überwunden, von diesem Punkt aus muss nun ambitioniert weitergearbeitet werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wogen auch innerhalb der Koalition geglättet bleiben und wirklich alle mit den gleichen Zielen in die Zukunft blicken. Wie sieht der Kurs nun aus? Am Sparprogramm soll "im Grunde" festgehalten werden - wirklich überzeugend hört sich diese Formulierung nicht an. Und da kommt auch sogleich eine neue Forderung durch: Lockerung der Sparauflagen. Auf der einen Seite ist dies sicherlich im Sinne der griechischen Bevölkerung, welche, neben all dem Trubel auf politischer Ebene, ein bisschen in den Schatten gerückt ist. Die Bürgerinnen und Bürger der Landes sind nämlich die eigentlichen Leidtragenden der ganzen Misere. Was können sie dazu, wenn "die da oben" doch alles in den Sand gesetzt haben? Die Zukunft soll aber vielversprechender werden - für die Betroffenen schwer zu glauben. Doch werden die übrigen Staaten auf dem kommenden EU-Gipfel hart bleiben und sich wohl einen regelrechten Kampf mit Griechenlands Oberhäuptern, bezüglich der Lockerungen der Auflagen, liefern. Aber was wäre denn bloß die ganze Krise, wenn es nicht spannend bleiben würde...?

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