Dienstag, 28. August 2012

Zitterpartie mit Happy End - nicht für jeden

Bislang waren die Geschehnisse ja eher negativer Natur. Aufgrund dessen ist es umso erfreulicher, dass uns auch mal ein paar gute Nachrichten erreichen: Beispiel Island. Im Jahre 2008 hat sie begonnen, die Bankenkrise. Der Kollaps stand so gut wie in der Haustür. Das kleine Land rutschte als eines der ersten Länder so tief in den Schuldenstrudel, dass wohl keiner es für möglich gehalten hätte, dass es sich jemals wieder aus dem "Sog nach unten" befreien kann. 


Doch es ist geschehen - Hoffnung für die Griechen und Spanier bleibt also noch. Zwar ist die problemlose Wolke Sieben noch nicht ganz erreicht, aber es geht mit einem guten Tempo bergauf. Das Land mit nur 320.000 Einwohnern hat sich berappelt. In den schweren Zeiten half der IWF aus und seine Großzügigkeit sollte nicht umsonst sein: schon zum zweiten Mal zahlt Island einen Kredit zurück, die Lage ist entspannt. Und es gibt einen weiteren Grund zur Freude: das Geld wurde früher als eigentlich erwartet zurückgezahlt. Die Isländer können stolz auf sich sein. Die Wirtschaft ist auf dem aufsteigenden Ast, im ersten Quartal dieses Jahres konnte ein Wachstum von 2,4 Prozent verzeichnet werden. Export, Tourismus und Binnenkonsum waren wichtige Punkte. Sicherlich ist die internationale Staatengemeinschaft erleichtert, dass wenigstens ein Land - auch wenn es gedauert hat - wieder auf die Beine gekommen ist.

Sieht doch alles gut aus. Nein? Die Einwohner_innen scheinen nicht allzu begeistert zu sein. Viele Familien sind verschuldet und in Anbetracht der Tatsache, dass die Arbeitslosenquote immer noch bei 8,5 Prozent liegt, kann man leider keinen Beifall klatschen. Immerhin gibt es Lob: die isländische Bevölkerung habe große Entschlossenheit und Flexibilität unter schwierigen Bedingungen bewiesen, so heißt es auf der IWF-Homepage. Und nun? Zur Lösung individueller Geldprobleme trägt dies auch nicht bei. Nun ist Island, allein, am Zuge, die Bevölkerung zu entlasten. Schlussendlich soll nicht nur die Wirtschaft glänzen, sondern auch die Harmonie innerhalb des kleinen Landes wieder hergestellt werden.

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