Morgen ist es soweit: der EU-Gipfel beginnt. Wahrlich keine
entspannte Veranstaltung, denn sie könnte die letzte Hoffnung für den Euro bedeuten.
Das heißt also: die Nächte durcharbeiten und lösungsorientiert denken - ist ja
sowieso schon der Fall.
Schaut man vorab in die Gesichter der Staatsoberhäupter, so erkennt man die
Sorge und Anspannung bezüglich dem, was denn nach dem Gipfel folgen möge:
hoffentlich eine rosige Zukunft. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Doch Fakten gibt es auch: die Euro-Zone steckt in ihrer bislang schwersten
Krise und nun muss man gemeinsam einen Weg aus dem Schlamassel finden. Ganz
Europa fiebert mit und hofft auf Erkenntnis.
Der Euro ist Schuld, ohne ihn gäbe es die ganze Krise nicht - das ist wohl
wahr, aber der Euro wurde nun einmal eingeführt. Sicherlich hat,
beziehungsweise hatte, die Einführung der "neuen" Währung sowohl
positive, als auch negative Seiten. Aber zu überlegen, was denn wäre, wenn
jeder seine Währung behalten hätte, wird in der jetzigen Situation nicht
weiterhelfen. Also sollte den Tatsachen ins Gesicht geschaut und das Problem
angepackt werden. Es führt ja kein Weg daran vorbei. Es sei denn, man begibt
sich jetzt in eine deprimierte Passivhaltung und schaut, was denn so kommen mag
- eher keine gute Idee.
Deutschland wird es auf dem Gipfel nicht leicht haben, doch "Angie"
wird - wie in letzter Zeit auch - die Zähne zusammenbeißen. In einem Punkt ist
sich unsere Bundeskanzlerin mehr als sicher: kollektives Haften für Schuldner
wird es nicht geben. Ein Glück, alles andere hätte die deutsche Bevölkerung vom
Stuhl gerissen.
Was können wir, die einfachen Bürger, tun? Nichts. Abwarten,
"zusehen", hoffen. Vielleicht geschieht ja ein Wunder.
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