Freitag, 6. Dezember 2013

Ein Kämpfer für die Gleichheit, ein Gegner der Apartheid: Nelson Mandela

Eine Ikone ist von uns gegangen. Ein Mann, der ein Leben lang für die gleichen Rechte von Schwarzen - gegenüber der weißen Minderheit - in Afrika gekämpft hat: Nelson Mandela. 

Im Alter von 95 Jahren sei der erste schwarze afrikanische Präsident (ernannt 1994 im Zuge der ersten freien Wahlen), nach einer längeren Zeit des Lungenleidens, in seinem Haus in Johannesburg friedlich eingeschlafen - so schilderte es Afrikas Präsident Jacob Zuma. Obwohl bekannt war, dass der Freiheitskämpfer Mandela gesundheitlich angeschlagen war, so kam die Nachricht von seinem Tod für viele Menschen plötzlich.

Montag, 30. September 2013

Die Demokratie in der Krise?

Mit einem deutlichen "Ja" kann diese Frage unverzüglich beantwortet werden. Allerdings stellt sich danach eine weitere, auf welche sich womöglich nicht sofort eine Antwort finden lässt: Wie tiefgreifend ist diese sogenannte Krise?


Mittwoch, 25. September 2013

Von der Veränderung des Krieges

Breaking News? Davon gibt es viele. Momentan fällt unter diesen Begriff aber hier in England die Geiselnahme in einem Shopping Center Nairobis. BBC scheint andere Nachrichten lediglich einzuschieben, damit nicht nur über den Angriff der somalischen Shabab-Miliz berichtet wird.

Sonntag, 22. September 2013

„Sie haben die Wahl" - Bundestagswahl 2013

Heute ist es soweit. Der Tage aller Tage ist nun (endlich) hier: Es ist Wahltag - und Sie haben die Wahl. 

Es ist Sonntag, der 22. September 2013, und gut viertel nach neun in Deutschland. Langsam, aber sicher, erwacht das Leben. Und der Gedanke, heute seine Stimme abgeben zu müssen - wer dies denn nicht schon per Briefwahl getan hat - kommt auf. Aber Moment einmal: "müssen"?

Montag, 9. September 2013

Krieg gegen die eigene Bevölkerung

Es muss wohl nicht darüber gestritten werden, ob die Situation für die syrische Zivilbevölkerung eine dramatische ist oder nicht. Was in dem Land seit Ausbruch der Protestwelle 2011 geschieht - und vor allen Dingen zu was die Lage geworden ist, nämlich einem innerstaatlichen Krieg -, das kann sich kaum einer vorstellen, der nicht direkt beteiligt ist. Von Medien mit Bildern, welche Blut, Gewalt und Tot zeigen, überschüttet - die Reizüberflutung hat ihren Lauf genommen.

Nationales Interesse - Definitionssache

Jahrelang war sie die "Mutter der Nation", die mächtigste Frau der Welt - und ist sie wohl immer noch. Natürlich, wie in einer Demokratie üblich, existieren Kritiker, aber Angela Merkel hat sich über die Jahre einen Namen gemacht. An der Spitze Deutschlands stand und steht sie vorerst noch bis zum 22. September, international betrachtet hat sie sich Respekt verschafft. Doch nun hagelt es, so kurz vor der Wahl, immense Kritik. 

Freitag, 23. August 2013

Wann ist denn eigentlich Wahl?

Heute in einem Monat wurde bereits für weitere vier Jahre die Zukunft unseres Landes bestimmt. Obwohl sich das irgendwie immer so dramatisch anhört. Am 22. September wird gewählt und...Moment - am 22. September? Korrekt. Es scheint sich so durch die Gesellschaft zu ziehen, die Unkenntnis über das genaue Datum, an welchem die Wahl stattfindet. Und in diesem Zuge mag dann auch gleich die Frage der Wahlbeteiligung an die Oberfläche zischen. Wie viel Prozent unserer Bevölkerung wird an diesem doch recht wichtigen Tag, so möchte ich meinen, besonders für die Demokratie, vom persönlichen Wahlrecht Gebrauch machen? Angst und Bange wird einem vor dem Ergebnis. Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit wurden dann die Befürchtungen untermauert. Im Radio hieß es, jeder zweite deutsche Jugendliche gehe nicht wählen. Wo soll das bloß hinführen? - das mit der Demokratie. Aber wer bekommt bis auf das übliche Bombardement von Plakaten mit mal mehr, mal weniger, überdimensional großen Köpfen eigentlich wirklich was vom Wahlkampf mit? Plätscher, Plätscher - wie ein kleiner, unbedeutender Fluss, so "plätschert" der Wahlkampf dahin. NSU-Affäre, Griechenland, Euro, jetzt auch noch Ägypten! Gibt es was Neues? Was passiert denn "vor der Haustür" so, beziehungsweise was kann sich dort so verändern? Gott sei Dank, es bleibt alles beim Alten; das Paradox zwichen Anspruch auf einen Kita-Platz und der eigentliche Mangel an Betreuungsplätzen, die Debatte um den Mindestlohn...die Reihe ist endlos.

Peer und Angie kämpfen (v)erbittert, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Der bürgernahe Peer, der nun seine Stasi-Akte online gestellt hat, steht auf der einen Seite. Angie - die Mutter der Nation - präsentiert sich überzeugt, auch wenn ihr angehängt wird, sie wiederhole den Wahlkampf von 2009. Hat man die Berichterstattungen in letzter Zeit einigermaßen aufmerksam verfolgt, so könnte man glauben, keiner der beiden Kandidaten eigne sich für das Amt des Kanzlers, bzw. der Kanzlerin. Angie zu verstaubt, Peer solls am besten gar nicht erst probieren. Zwangsläufig wird einer der beiden das Amt übernehmen oder auch in Angies Fall weiterführen, aber ob die Mehrheit der Deutschen mit der Entscheidung zufrieden sein wird, bleibt fraglich. Aber, hier die beiden Stichwörter: Entscheidung und Mehrheit. Wieso? Es liegt auf der Hand. Zu Hause zitzen und über die Situation des Landes - somit auch die Politiker_innen - grummeln, das bringt niemanden voran, Deutschland schon gar nicht. Die Summe machts und so sollte spätestens jetzt jedem bewusst sein, dass zur Tat geschritten werden muss. Aber die Euphorie mag, so schnell sie erschienen ist, auch wieder verpuffen. Vier Wochen können eine lange Zeit sein. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Menschen die Verantwortung immer anderen zuschieben, dabei liegt sie genau hier, bei jedem Einzelnen. Und plötzlich ist die Wahl vorbei. Ach so? Dann eben beim nächsten Mal. Die Politikverdrossenheit hat ihren Höhepunkt erreicht - hoffentlich.

Vielleicht sollte ein letzter verzweifelter Versuch unternommen werden, doch noch Wähler in die Wahllokale zu bekommen, indem von nun an jeden Tag in Dauerschleife, egal welches Medium genutzt wird, den Menschen unüberseh- und unüberhörbar das Datum um Augen und Ohren geschleudert wird. Die Hoffnung besteht, dass vereinzelt noch jemand seine Kreuzchen setzt und die Wahl nicht verschläft.

Save the date.

Montag, 12. August 2013

Schweiz: Geschürte Vorurteile

Das Land, was sich Stabilität in jeglicher Hinsicht erfreut und lediglich in Hinblick auf den Hinterzug von Steuern - was reiche Personen anderer Staaten betrifft - in den Nachrichten erscheint, ist seit wenigen Tagen heftig in der Kritik. Ist rassistisches Gedankengut wirklich so weit verbreiten in der Schweiz - dem Sitz der Reichen und Schönen? Dem Inbegriff von Neutralität? 

Dienstag, 6. August 2013

Grün auf den Teller

Der Name ist Programm. Die Grünen wollen einen Veggie-Day in deutschen Kantinen einführen. Gerade jetzt zur Wahlkampfzeit muss man sich abgrenzen, aber ob das bei allen so gut ankommt? Viele freuts, doch andere wiederum betrachten das Vorhaben als eher weniger glücklich. Die Freiheit des "Wählens" würde an einem Vegetarier-Tag genommen, was ist, wenn die grüne Kost nicht schmeckt, sondern lieber etwas Saftiges gewünscht wird? Kurzum: An solch einem Tag gäbe es in der Kantine eben ausschließlich das "Futter" der Tiere, welche sonst in krosser Form auf dem Teller landen würden. 

Sonntag, 4. August 2013

Spottbillig - und der Herstellungsprozess ist unwichtig

Vorweg: Dieser Eintrag mag vom Inhalt her etwas anderer Art sein, da er sich nicht direkt (wie die meisten anderen Kommentare) auf einen aktuellen Vorfall bezieht, dennoch ist das Thema meines Erachtens nach eines, welches noch intensiver in den Fokus rücken sollte.

Montag, 22. Juli 2013

Achtung: Umsonst!

Was umsonst ist, das wird generell gern genommen, besonders dann, wenn es essenziell ist für die körperliche Entwicklung des Kindes, ja genau dann, wenn die Eltern beinah unter - oder sie tun es schon - der Armutsgrenze leben und sich solch eine Mahlzeit am Tag, für ihr Kind, nicht leisten können. Die Lösung: Ein Mittagessen gibt es an staatlichen Schulen in vielen Bundesstaaten Indiens gratis. Damit soll auch bezweckt werden, dass ein größerer Anteil an Kindern auch wirklich zur Schule geschickt wird und so Bildung erlangt. Bildung, die eventuell dazu beiträgt, später einmal ein besseres Leben zu führen. Vielleicht. Subventioniert wird dieses Essen und gut soll es natürlich für die Kinder sein, indem es wichtige Nährstoffe enthält. Ein guter Plan, welchen die indische Regierung ins Leben gerufen hat. Doch vorsicht, "umsonst" kann lebensgefährlich sein.

Samstag, 20. Juli 2013

Gerechtigkeit, was ist das?

Endlich. Darauf haben die Amerikaner - oder zumindest jene, die den Freispruch George Zimmermans im Fall Trayvon Martin mit Empörung entgegengenommen haben - fast eine Woche warten müssen. Nun äußerte sich der Präsident. Denn genau dieser Fall unterstreicht Obamas Pflicht, öffentlich Stellung zu nehmen. Es scheint teilweise wie ein Paradoxon: da gibt es nun schon in der zweiten Amtsperiode in Folge einen schwarzen Präsidenten, der neben der üblichen kontroversen Diskussion in einer Demokratie doch recht viel Zuspruch bekommt, auf den Straßen der USA aber ist Rassismus so präsent wie eh und eh in der amerikanischen Geschichte.

Freitag, 19. Juli 2013

Das Recht auf "andere" Meinung? Nicht bei uns!

Das Urteil Nawalny zeigt einmal mehr: die lupenreine Demokratie ist Russland gewiss nicht. Aber wahrscheinlich ist diese Feststellung keine neue und dementsprechend überrascht sie kaum jemanden. Und dennoch sind viele Menschen empört über das "Urteil ohne wirkliche Beweislage." Es wird von einem Schauprozess gesprochen, im Zuge dessen einmal mehr die Macht Putins demonstriert und somit aller Welt deutlich gemacht wurde: "Dissidenten, die wollen wir nicht, die schaffen wir aus dem Weg."

Die Macht der Bloggoshäre ist nicht zu unterschätzen und so bedienen sich viele Kritiker dieses Mediums, um ihren Frust in Hinblick auf Verhältnisse im Land - besonders was das Recht der freien Meinungsäußerung betrifft - laut werden zu lassen. Doch was eine große Anzahl an Menschen erreicht, was frei zugänglich ist für die Öffentlichkeit, genau da liest auch die Regierung mit. Und selbst wenn nur der Versuch unternommen werden sollte, anonym kritische Beiträge zu verfassen, so ist es doch heutzutage für "die da oben" ein Leichtes, die hinter den harschen Äußerungen sitzenden Köpfe ausfindig zu machen. Warum also nicht gleich offen sein Gesicht zeigen und hinter seiner Meinung stehen?

Alexej Nawalny hat sich nie verstecken wollen, ganz im Gegenteil. Der bekannte russische Oppositions-Blogger - auch außerhalb der virtuellen Sphäre aktiv - ist über einen langen Zeitraum hinweg die Putin-Garde und somit auch das Staatsoberhaupt selbst scharf angegangen, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bis vor Kurzem ging alles gut. Nun aber noch einmal die bereits gestellte Frage betrachtet: Warum also nicht gleich offen sein Gesicht zeigen und hinter seiner Meinung stehen? Die Antwort ist so klar, wie auch einfach: Weil früher oder später der Kragen platzt und zwar der Putins. Nun hat es eben Nawalny, der schon immer offen zu seiner "anderen" Meinung stand, getroffen. Man schaut es sich ein Weilchen an, doch wenn die Oppositionsarbeit zu heiß werden sollte und wirklich ein leichter Gegenwind befürchtet wird, der eventuell die (komischerweise) doch recht stabilen Säulen der Regierung ins Wanken bringen könnte, dann wird zur Tat geschritten. So hat es Herr Putin erneut (man denke nur an den Fall der Band Pussy Riot) glorreich zur Schau gestell. Und Schau, das ist hier wohl wirklich der Begriff, der den Nagel auf den Kopf trifft. Schau im Sinne von "Schaut her, von Kritikern lasse ich meine Politik nicht in Frage stellen." Schau im Sinne von "Schaut her, genau das könnte euch auch passieren, also wagt es erst gar nicht, große Hetzkampagnen gegen mich zu starten." Schau im Sinne von "Die Staatengemeinschaft kann denken, was sie will, meine Souveränität bleibt, ich demonstriere meine Macht." Schau im Sinne von...
Vermutlich könnte diese Reihe noch um den ein oder anderen Aspekt ergänzt werden, aber langweilen möchte ich natürlich nicht. 

Und dass die Gerichtsbarkeit in Russland natürlich unabhängig ist, wie in jedem anderen Land auch, das ist doch ganz klar. Natürlich. Man kann sich in Rage reden - oder besser schreiben -, über das, was in Russland vonstatten geht. Es ist ein halbes Wunder, dass nicht schon viel mehr Menschen durch solche Aktionen Putins die Augen geöffnet und sie zum kritischen Denken angeregt wurden. Das ist nämlich wichtig. Auch in einer Demokratie. Ach ja, von einer Demokratie, wie wir sie verstehen, kann ja irgendwie in Russland nicht die Rede sein. Also ist auch das kritische Denken verboten? Die Frage beantwortet sich von selbst, der Bogen soll nun auch nicht überspannt werden. Fakt ist, dass Nawalny nun von der politischen Ebene verschwindet - vorerst?! Noch im Gerichtssaal wurde der 37-jährige festgenommen. 

Der Protest gegen das Urteil ist laut. Lauter wird er bei dem Gedanken an Willkür. Auch wenn dies aus der Emotion, der Subjektivität heraus ist, aber dieser Prozess ist Willkür - wäre es nicht Nawalny gewesen, hätte sich Putin einen anderen Oppositonellen, bzw. eine Oppositionelle, gegriffen und auf die Anklagebank gesetzt. Angefochten wird nun das Urteil.

Es soll natürlich nicht außer Acht gelassen werden, dass Nawalny wirklich eine große Menge Holz veruntreut und sich somit strafbar gemacht haben mag. Gut. Fehler sind Fehler. Wenn diese strafbarer Art waren, dann ist es nur rechtens, dafür angeklagt zu werden. Wenn es der Regierung nur darum gehen würde. Aber wahrscheinlich hat sie nur einen guten Grund gesucht, um jemanden unter dem Deckmantel einer gerechtfertigten Anklage ins Gefängnis zu bringen. Die Gründe aber, die liegen doch ganz woanders und viel tiefer.
Verneinen kann dies doch niemand.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Notwehr - Euphemisierung von Tötung

Dass die USA in puncto Gewaltanwendung, Waffenbesitz und somit auch Notwehr das ein oder andere Mal kritisiert werden, das ist nichts Neues. Aber jedes Mal, wenn es wieder zu einem dramatischen Zwischenfall kommt, dann entflammt im Land selbst die Debatte darüber, ob das denn alles so richtig ist, von der Gesetzeslage und eben generell dem Recht, "einfach mal so" Gewalt anzuwenden. "Stand Your Ground" - es hört sich doch recht mutig an. Courage zeigen und sich selbst verteidigen. Aber nun die kritische Frage, worüber sich Menschen buchstäblich die Köpfe zerbrechen: Wo genau beginnt Notwehr, wo hört diese auf?

Nicht in allen US-amerikanischen Staaten wird das mit dem "auf seinen Gegenüber schießen und das im äußersten Notfall" (man denke hier wieder an die Definition der Situation) so ernst genommen, soll heißen, das Selbstverteidigungsrecht, welches unter Umständen bis zum Zücken der Waffe ausgereizt werden kann, gilt nicht in allen Staaten. Gut so, um das mal an dieser Stelle zu unterstreichen. Natürlich musste es erst wieder zu einer schrecklichen Tat kommen; der jüngste Fall - von 2012 aber wieder im Zentrum der Debatte - ist Trayvon Martin. Und plötzlich steht dieses umstrittene Gesetz wieder im Mittelpunkt. Es ist wie die Sache mit dem freien Waffenverkauf - es muss erst wieder jemand Amok laufen und zahlreiche Menschen - Unschuldige - getötet haben, bis wenigstens die Woche danach einmal etwas kritischer gedacht und die Diskussion über "richtig" und "falsch" angeheizt wird - bis diese dann aber wieder im Sande verläuft.

http://www.2dopeboyz.com/wp-content/uploads/2013/07/Raheem-DeVaughn-Trigga-Man-Trayvon-Martin-Tribute.jpg
Quelle

Zurück aber zum momentanen "focal point": Notwehr ist das eine, nicht nachdenken und seine Tat plötzlich im Nachhinein als notwendige Selbstverteidigung auslegen, das ist die andere Sache. Das Recht, sich bis zum Letzten verteidigen zu können, das schürt doch eher Gewaltdelikte und unnötige Brutalität. Logisch, denn man kann sich immer hinter dem Deckmantel des "ich-habe-mich-bedroht-gefühlt" verstecken. Ein Leichtes. Der Freispruch ist garantiert. Aber so sollte und darf es doch nicht weitergehen. Der junge Trayvon Martin war unbewaffnet, wurde aber dennoch in Florida von George Zimmerman im Jahre 2012 erschossen. Aus Notwehr, versteht sich.

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Quelle

Nach knapp anderthalb Jahren verlässt Zimmerman den Gerichtssaal. Er ist frei und vom Richter als nicht schuldig befunden worden. Empörung, Wut und Enttäuschung machen sich breit.

Hat überhaupt einmal jemand an eine rassistisch motivierte Tat gedacht, welche unter dem Wort "Notwehr" nur euphemisiert wurde? Manche sprechen davon, aber so richtig öffentlich ist dieses Thema nicht. Aber Anhänger der Familie des getöteten Jungen Trayvon sind sich sicher: mit Notwehr hat das nichts zu tun. Die Tat hatte einen anderen Hintergrund. 

http://www.welt.de/img/vermischtes/crop118025521/1110717156-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/George-Zimmerman-Found-Not-Guilty-In-Death-Of-Trayvon-Martin.jpg
Quelle

Noch immer scheinen Herkunft und Aussehen eine bedeutende Rolle in der amerikanischen Gesellschaft zu spielen. Es sollte egal sein, welcher ethnischer Herkunft man ist, aber viele scheinen das nicht zu verstehen. Pauschalisieren kann man das alles nicht, deswegen ja auch nur "einige." Wir leben im 21. Jahrhundert. Jeder sollte mittlerweile einmal über die Geschichte reflektiert und eingesehen haben, dass es völlig unbedeutend ist, wie jemand aussieht. Gleich behandelt werden sollte jeder. Aber so persönlich meine Beziehung zu den USA auch sein mag: selbst dieses Land lernt nicht aus, das Land, welches gekennzeichnet ist von Diversität in jeglicher Hinsicht. Warum ist ein "Zusammenleben" gerade dann so furchtbar schwierig und warum ist in den Köpfen so mancher Menschen noch immer rassistisches Ideengut verankert?

So wäre es doch viel einfacher:

http://www.kleiner-kalender.de/images/teaser/tag-gegen-rassismus.jpg
Quelle

Nun bleibt abschließend zu hoffen, dass wirklich einmal aus Grausamkeit gelernt wurde und dieses schwammige "Notwehrgesetz" gestrichen wird. Aber bis dahin vergeht mit Sicherheit noch einige Zeit. Darf man optimistisch sein?

Sonntag, 14. Juli 2013

Von Recht und Leben

Es ist wieder eine dieser Debatten, bei welcher die Ethik eine ganz zentrale Rolle spielt. Irland ist neben Malta das Land in der Europäischen Union, welches in puncto Abtreibung so gut wie keinen Spielraum lässt. Nun wurde das Gesetz im strikt-katholischen Irland gelockert - doch die Debatte auf der Straße bleibt weiter in Flammen.

Wenn man das Thema Abtreibung betrachtet, so stößt man auf zwei Fronten und genau diese zwei Fronten sind auch gleichzeitig die beiden Blickwinkel in der Debatte: die Seite der schwangeren Frau und jene des ungeborenen Kindes. Nun möchte die Frau aber abtreiben, aus welchen Gründen auch immer, doch dieses ist ihr nicht erlaubt. Stellt sich da nicht sofort die Frage nach der Souveränität der Frau, bzw. nach der Selbstbestimmung in Hinblick auf ihren Körper? Das ist der eine Ansatzpunkt. Konservative Vertreter sehen sicherlich oft die andere Seite und plädieren dafür, dass das Kind lebt - denn ein Herzschlag ist da und es ist auch bewiesen, dass der Embryo bereits in den ersten Wochen beginnt zu "fühlen" und aufgrund dessen Abtreibung gleichzusetzen ist mit Mord. Ist das so? Das mag die Frage sein, die im Mittelpunkt solcher Debatten steht. Eine exakte Antwort darauf gibt es nicht. 

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In Deutschland herrscht ein recht "lockeres" Schwangerschaftsabbruchsgesetz, welches sehr die Eigenbestimmung der Frau unterstreicht. Kriterien sind dennoch, dass vorher an einer Pflichtberatung teilgenommen wurde, der Termin für die endgültige Abtreibung frühestens drei Tage danach vorgenommen wird (von einem unabhängigen Arzt, bzw. einer Ärztin, welche/r nicht bei der Beratung anwesend war) und das noch vor der 12. Schwangerschaftswoche. So ein Gesetz ist wohl in Irland undenkbar. Die Lockerung des neuen Abtreibungsgesetzes besteht darin, dass solch ein Eingriff vorgenommen werden darf, wenn die Schwangere entweder suizidgefährdet, oder aber ihre Gesundheit gefährdet ist. Im Grunde genommen fehlt hier auch das Selbstbestimmungsrecht der Frau - oder nicht? Was den Punkt der durch die Schwangerschaft gefährdeten Gesundheit betrifft, so ist dieser lediglich eine Reaktion auf den Fall einer verstorbenen Frau, welcher ein Schwangerschaftsabbruch verwehrt wurde - und etwas Schlimmes muss erst geschehen, damit die Augen anderer Personen geöffnet werden. 

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Das Recht auf Leben, wer hat es nun? Die Frau, das Kind - oder doch beide? Letzteres kann so manches Mal nicht gewährleistet werden und so fragt man sich: Lieber das Kind oder die Frau? Ganz klar: Wenn die Betroffene sterben würde, bevor das Kind überhaupt zur Welt gebracht werden kann, dann zählt logischerweise das Leben der Schwangeren - sonst würde weder der Fötus noch die Mutter überleben. Dieser Punkt, bzw, diese Frage lässt sich mit ein bisschen Überlegen sicherlich noch von jedem beantworten. Aber was ist nun, wenn eine Frau schwanger ist, ungewollt, dies aber nicht in ihre jetzige Lebensphase passt, sprich, ein Kind ihre Pläne buchstäblich über Bord werfen und ihre Leben komplett auf den Kopf stellen würde? Ja, und genau hier entflammt die Debatte erst richtig. Das Kind kann logischerweise nichts dafür, aber was hilft es diesem, wenn es zur Welt kommt und seine Mutter bspw. am sozialen Abgrund lebt? Was, wenn die Mutter diesem Kind keine Fürsorge entgegenbringen kann? Dies sind nur wenige (dramatische) Fragen, welche sich stellen. Wiederum andere sagen, dass ungeborenes Leben auch Leben ist und demnach auch ein Recht darauf hat. Platt gesagt: es ist die Schuld der Mutter, warum soll das Kind schlussendlich für Fehler büßen?

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Das Thema spaltet die Gesellschaft. Besonders heutzutage möchten viele Frauen ihre Chance nutzen und ein eigenverantwortliches Leben führen. Sie wollen Karriere machen. Die noch in der Mitte des letzten Jahrhunderts zelebrierte Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau ist verstaubt. "Planen" lautet das Motto in unserer Gesellschaft und das möglichst weit im Voraus. Absicherung wird wichtig, ein sorgenfreies Leben soll es sein. Das alles kann aber schnell einmal durch die Nachricht "Schwanger: Positiv" ins Wanken geraten - und dann? Heutzutage gibt es fast immer - generell gesprochen - die Möglichkeit, zu wählen, zu entscheiden

Sollte Frauen nicht auch in Hinblick auf "Leben" die Wahl gelassen werden?

Donnerstag, 11. Juli 2013

Die "Peinlichkeitsplattform" facebook - kurz reflektiert

Alles begann einmal mit der Idee von Mark Zuckerberg. Virtuell die Möglichkeit haben, sich ein soziales Netzwerk aufzubauen oder den Kontakt mit Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen etc. zu pflegen, wobei man gleichzeitig viel aus dem Leben des jeweils anderen mitbekommen soll. Ob Fotos, posts, oder eben auch kurze Videos - dem ganzen Spaß waren - und sind - keine Grenzen gesetzt. Kurzum: facebook boomt(e). 

Montag, 8. Juli 2013

Thema Datenschutz - mal wieder im Fokus

Es geht auf die Bundestagswahl zu und thematisch gibt es wieder eine breite Reihe an Themen, welche abgespeist werden. Von diesen Themen jedoch, sind manche aktueller als andere. Momentan auf der Liste ganz oben: Datenschutz. Mal mehr, mal weniger intensiv flammte die Debatte über Weitergabe von Daten, sowie die Diskussion über ihre Verwendung, in den vergangenen Jahren auf. Nun liegt das Thema wieder auf dem Tisch und nach und nach sickern prekäre Details durch die noch so intransparente Oberfläche.

Freitag, 5. Juli 2013

Neue Runde - neues Glück?

Ja, es ist eingetreten. Schneller als erwartet. Vor zwei Tagen haben Massenproteste wieder einmal das schier Unmögliche Realität werden lassen: die Entmachtung Mohammed Mursis. 
Die Meinungen darüber, ob dieser Fall wirklich in naher Zukunft eintreten wird, divergierten - und plötzllich stand Mursi nicht mehr an der ägyptischen Staatsspitze. Überrascht aus der Wäsche schauen, das taten bei Erhalt der Nachricht wohl viele, natürlich über ägyptische Staatsgrenzen hinaus. Und nun?

Mittwoch, 3. Juli 2013

Facebook - das Zünglein an der Waage?

Die Bundestagswahl steht schon fast vor der Haustür und wie jedes Mal ist natürlich die Frage des Wahlkampfes eine entscheidende. Dass soziale Medien unsere Kommunikationsstruktur verändern oder dies bereits getan haben (sie quasi digitalisiert haben), das ist sicherlich jedem bewusst, aber welchen Stellenwert werden sie in Zukunft bei politischen Wahlen einnehmen? 

Montag, 1. Juli 2013

Hat Ägypten ein Déjà-vu?

Sieht man die Bilder, welche die Medien zu dieser Zeit von Ägyptens Tahrir Platz (oder besser übersetzt: Platz der Befreiung) senden, so erinnern diese doch stark an die Geschehnisse vor grob zweieinhalb Jahren. Menschen jeglicher Herkunft besetzten den Platz, friedlich, und forderten den Rücktritt des "Pharaoh" Hosni Mubarak, um so einen weiteren Schritt nach vorn zu machen, auf dem Weg in eine faire und ehrliche Demokratie. Aber was ist passiert? Die Jubelschreibe, welche vom Platz der Befreiung am 11. Februar 2011 zu hören waren, sind längst verstummt. Doch die Revolution begann nun erst richtig, allen war bewusst, dass der Weg lang und steinig werden würde. Aber jetzt?

Samstag, 4. Mai 2013

Alltag ist die jeweilige Situation, in welcher man sich tagtäglich befindet

Die Waffen sind noch immer im Einsatz, der Krieg in Syrien wütet weiter. Seit 2 Jahren schon schaut die Welt zu, Sanktionen wurden verhängt, lange Debatten über ein wirksames Eingreifen zum Beenden des gegenseitigen Tötens in einem nun isolierten Land geführt - bis jetzt kein Ende in Sicht. Hartnäckig klammert sich Diktator Bashar al-Asad an seine Macht, hinter ihm die Garde, die schon seinen Vater Hafiz al-Asad bis zu dessen Tod im Jahre 2000 umringt und treu zur Seite gestanden hat. 

Samstag, 20. April 2013

Aus Sport wird Mord - Boston im Ausnahmezustand

Es sollte eine so fröhliche, gar rundum entspannte Veranstaltung werden, dieser Boston-Marathon, welcher jährlich am 3. Montag im April, dem sogenannten Patriot's Day, stattfindet und eines der sportlich-traditionellen Ereignisse der USA ist. Freunde, Verwandte, Bekannte, ganze Familien feuerten ihre Liebsten beim sportlichen Kräftemessen an. Die Stimmung war ausgelassen. Wer denkt an solch einem Tag an etwas Böses, ja gar an einen geplanten Vorfall, der sehr schnell unter der Überschrift "Terrorakte" zu verzeichnen ist? Wahrlich niemand.

Sonntag, 24. März 2013

Humour as a means of power.

Yesterday, I found a really interesting interview with the female blogger and journalist Noha Atef who has been blogging since 2006 on www.tortureinegypt.net. Obviously, she is blogging about torture in her home country Egypt. She decided to do more research after having read an article about violence in police stations. Noha Atef  has a master's degree in "Social Media" (Birmingham City University) and is considered one of the most famous Egyptian bloggers.

Samstag, 23. März 2013

Der status quo bleibt.

Ein paar Wochen sind vergangen und nach langem Ackern ist nun endlich die heiß ersehnte letzte Etappe erreicht und das heißt: Bachelorarbeit. "Uaagh!", mögen sich nun sicherlich manche Personen denken, aber die Antwort ist simpel und eigentlich klar. Denn reißt man sich ein Thema unter den Nagel, mit welchem man sich auch in seiner Freizeit auseinandersetzen würde, bzw. wofür man sich interessiert, dann läuft alles mehr oder minder von allein. Yes, it is that simple.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Arab Spring - documentary

For those, who are interested in the Arab Spring. 

https://www.youtube.com/watch?v=8EnUzdkL_WU

Zwar stehen noch zwei andere Hausarbeiten für dieses Semester auf dem Plan, aber schon jetzt bin ich gedanklich bei meiner Bachelorarbeit. Das Thema - besonders vor dem Hintergrund der sozialen Medien - hat mich voll und ganz eingenommen und ich kann es kaum erwarten, mich in die ganze Materie weiter zu vertiefen.

Einmal in den Kopf gesetzt, so bin ich auch mit Herzblut bei der Sache. Schon jetzt bin ich gespannt, was ich für Ergebnisse erzielen werde.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Später kommt doch alles raus - die Leiden und das Plagiat

Und der nächste Fall lässt grüßen. Der Schatten des Plagiatierens hängt schwarz und schwer über ihr. Der Dr.-Titel ist futsch, Erklärungsnöte rücken an dessen Stelle. Erklärungsnöte? Nein! Ganz und gar nicht, denn die Entscheidung des Komitees der philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf wird nun auch noch in Frage gestellt. Eine Frechheit, nach Jahrzehnten den doch so hart "erarbeiteten" Titel aberkannt zu bekommen. Ja? Nein - sage ich. Denn Annette Schavan, Bundesbildungsministerin (!!!) hat Fehler gemacht. 

Montag, 21. Januar 2013

Weichenstellung.

Und nun wurden die Weichen doch gestellt - in die andere Richtung. Aber, war das nicht eigentlich zu erwarten? Zumindest gab es dieses dumpfe Gefühl, dass es keinen deutlichen Sieger geben würde. Von der internationalen also nun einmal auf die Landesebene. Spannender konnte die niedersächsische Landtagswahl kaum werden. Ein Überblick.

Samstag, 19. Januar 2013

Geiseldrama mit bitterem Ende.

Vorhin bekam ich die SPIEGEL ONLINE Eilmeldung: das Geiseldrama in Algerien, begonnen am Mittwoch, hat keine gute Wende genommen, die sieben Geiseln wurden von ihren Entführern hingerichtet und das, bevor das Raffineriegelände von der algerischen Armee gestürmt wurde. So die offizielle Version. Aber welche kleinen - aber eventuell wichtigen - Details der Öffentlichkeit vorenthalten werden, das kann man nie zu einhundert Prozent wissen. Leider.